Förderungen und Pflegegeld

Förderung

 

Unterstützung der 24 Stunden Pflege

 

  •  Für zwei selbständig erwerbstätige Betreuungskräfte beträgt der Zuschuss € 550  monatlich
  • Für nur eine selbständig erwerbstätige Betreuungskraft beträgt der Zuschuss € 275 monatlich

 

Die Kriterien für die Förderung

der 24 Stunden Betreuung

  • Das Betreuungsverhältnis kann in Form eines Dienstverhältnisses mit der pflegebedürftigen Person zum Beispiel durch Beschäftigung einer selbständigen Betreuungskraft bestehen.
  • Anspruch auf Pflegegeld in Höhe der Stufe 3
  • Einkommensgrenze von  2.500 € monatliches Netto-Gesamteinkommen der zu betreuenden Person (Pflegegeld, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Wohnungsbeihilfe zählen nicht zum Einkommen)

Wegfall der Vermögensgrenze ab 1.11.2008

  • Ab 1. November 2008 können alle Personen, die nach den Bestimmungen der 24 Stunden Betreuung zuhause gepflegt werden, unabhängig von ihrem Vermögen, eine finanzielle Unterstützung zur 24 Stunden Betreuung erhalten

 

Pflegegeld

Neuerungen beim Pflegegeld

Allgemeines: Ab 1. Jänner 2015 gibt es einige Neuerungen für Bezieherinnen/Bezieher von Pflegegeld bzw. für Personen, die einen Neuantrag auf Pflegegeld stellen. Rund 450.000 Menschen in Österreich brauchen ständig Pflege. Das Pflegegeld soll die Mehrkosten, die durch die Pflegebedürftigkeit entstehen, zumindest teilweise abdecken. Es trägt dazu bei, dass Personen, die Pflege benötigen, sich diese möglichst nach ihren Bedürfnissen selbst organisieren können und ermöglicht eine gewisse Unabhängigkeit sowie einen (längeren) Verbleib in der gewohnten Umgebung (zu Hause).

Änderung der Pflegestufen 1 und 2 ab 1. Jänner 2015

 

Für Neuanträge ab dem 1. Jänner 2015 gelten geänderte Stundenwerte. Ab dem Jahr 2015 muss für die Zuerkennung der Pflegestufe 1 ein monatlicher Pflegebedarf von durchschnittlich mehr als 65 Stunden nachgewiesen werden. Bis zum Jahr 2015 waren 60 Stunden ausreichend. Pflegegeld der Pflegestufe 2 gibt es ab einem Pflegebedarf von 95 Stunden. Vorher waren 80 Stunden Pflegebedarf notwendig. Diese Stundenwerte gelten allerdings nicht für Personen, denen bereits vor dem 1. Jänner 2015 rechtskräftig ein Pflegegeld der Stufen 1 oder 2 zuerkannt wurde oder die vor dem 1. Jänner 2015 einen Antrag auf Pflegegeld gestellt haben.

Erhöhung des Pflegegeldes ab 1. Jänner 2016

 

Ab 1. Jänner 2016 wird das Pflegegeld in allen Pflegestufen um 2 Prozent erhöht. Das Sozialministerium gibt an, dass Pflegegeldbezieher-Innen durch diese Erhöhung jährlich durchschnittlich 111 Euro mehr Pflegegeld erhalten werden.

Allgemeine Voraussetzungen für den Bezug von Pflegegeld

 

Pflegegeld kann bezogen werden, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind: Ständiger Betreuungs- und Hilfebedarf wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung bzw. einer Sinnesbehinderung, die voraussichtlich mindestens sechs Monate andauern wird. Ab 1. Jänner 2015: Ständiger Pflegebedarf von zumindest mehr als 65 Stunden im Monat und gewöhnlicher Aufenthalt in Österreich, wobei auch die Gewährung von Pflegegeld im EWR-Raum und in der Schweiz unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist.

Quelle:

Zusammenfassung

 

 

Pflegegeld der

Pensionsversicherung

 

Förderung vom

Bundessozialamt

(ab Stufe 3)

 

Gesamtbetrag

der Förderung

Stufe 1

(Pflegeaufwand über

65 Stunden)

 

157,30 €

 

 

 

157,30 €

Stufe 2

(Pflegeaufwand über

 95 Stunden)

 

290,00 €

 

 

290,00 €

Stufe 3

(Pflegeaufwand über 120 Stunden)

 

451,80 €

 

550,00 €

 

1001,80 €

Stufe 4

(Pflegeaufwand über 160 Stunden)

 

677,60 €

 

550,00 €

 

1227,60 €

Stufe 5

(über 180 Stunden +

Dauernde Bereitschaft)

 

920,30 €

 

550,00 €

 

1470,30 €

Stufe 6

(über 180 Stunden +

Unkoordinierte Betreuung)

 

1285,20 €

 

550,00 €

 

1835,20 €

Stufe 7

(über 180 Stunden +

Bewegungsunfähigkeit)

 

1688,90 €

 

550,00 €

 

2238,90 €

*Alle Angaben ohne Gewähr.  Stand 2016

Steuerliche Absetzbarkeit von Betreuungskosten 

 

Gemäß EStG sind bei einer Betreuung zuhause, die damit verbundenen Aufwände, ab Bezug von Pflegegeld der Stufe 1, zur Gänze als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig. Dabei können alle, im Zusammenhang mit der Betreuung anfallenden, Aufwände und Ausgaben wie zum Beispiel

  • ƒKosten für das Betreuungspersonal
  • ƒAufwände für die Vermittlungsorganisation

geltend gemacht werden.

 

Diese sind um die erhaltenen steuerfreien Zuschüsse (z.B. Pfegegeld, Zuschuss zu den Betreuungskosten) zu kürzen.

 

 

Weiterführende Informationen zur steuerlichen Absetzbarkeit von Betreuungskosten, finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen unter www.bmf.gv.at.

 

Quelle: BMF

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